Der Gastroenterologe

Die Aufgabenbereiche des Gastroenterologen

Bei der Gastroenterologie kommt als Instrument für untersuchende und behandelnde Maßnahmen das Endoskop zum Einsatz. Dieser hochflexible Schlauch, an dessen Ende eine Lichtquelle und ein Videochip befestigt sind, wird in das zu untersuchende Hohlorgan eingeführt. Entweder werden Gewebeteilchen zur Diagnosefindung entnommen oder aber es werden kleine Eingriffe, wie Abtragung von Polypen, Unterbindung von Blutungen etc., vorgenommen.

Alternativ zur herkömmlichen Endoskopie wird auch die Kapselendoskopie eingesetzt, bei der der Patient eine Kapsel mit winziger Videokamera schluckt.
In Abhängigkeit welche Teile des Gastrointestinaltraktes untersucht und behandelt werden, unterscheidet die Gastroenterologie zwischen

  • Gastroskopie (Magen und Speiseröhre)
  • Duodenoskopie (Zwölffingerdarm)
  • endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (Gallen- und Pankreasgänge)
  • Enteroskopie (oberer Dünndarm)
  • Koloskopie (Dickdarm)
  • Rektoskopie (Mastdarm)

Neben der Endoskopie bedient sich der Gastroenterologe der Sonographie (Ultraschall) und der Manometrie zur Erfassung der muskulären Druckverhältnisse in Speiseröhre, Zwölffingerdarm oder Enddarm.

Der Begriff Gastroenterologie aus der Wortzusammensetzung Gaster (Magen) und Enteron (Dünndarm) ist eher irreführend, denn auch die Koloskopie, also die Spiegelung des Dickdarms, gehört zum Aufgabenfeld des Gastroenterologen.

Der Begriff Gastroenterologie

Der Gastroenterologe beschäftigt sich mit Magen- und Darmerkrankungen.

Der Gastroenterologe beschäftigt sich mit Magen- und Darmerkrankungen.

Die Gastroenterologie als Teilgebiet der inneren Medizin umfasst alle Maßnahmen, die Erkrankungen am Magen- und Darmtrakt erkennen, behandeln oder gar verhindern bzw. verzögern. Seit über drei Jahrzehnten befassen sich internationale Symposien mit den Problemstellungen in der Gastroenterologie und der Hepatologie.

Der Gastrointestinaltrakt

Der Magen- und Darmtrakt wird unterteilt:

  • Der obere Gastrointestinaltrakt, dazu gehören die Speiseröhre (Ösophagus), der Magen (Gaster) und der Zwölffingerdarm (Duodenum) als Teil des Dünndarms.
  • Der untere Gastrointestinaltrakt, dazu gehören der Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum) als Teile des Dünndarms; der Blinddarm (Zökum), der Grimmdarm (Colon), das Sigmoid und Mastdarm (Rektum) als Teile des Dickdarms.
  • Die anhängenden Organe Leber, Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Gallenblase.

Die Schwerpunkte der Gastroenterologie

  • die diagnostische und die therapeutische Endoskopie
  • die Hepatologie, die sich mit Lebererkrankungen befasst wie Hepatomegalie, Fettleber, hepatorenales Syndrom, Leberzirrhose.
  • die gastroenterologische Onkologie, die sich mit Tumorerkrankungen im Gastrointestinaltrakt befasst.

Die Gastroenterologie betreffende Krankheitsbilder

Bei Beschwerden in der Oberbauch- und Unterbauchregion obliegen die Diagnostik, die Therapie und die Prävention dem Gastroenterologen. Krankheitsbilder bilden sind beispielsweise:

  • Entzündungen wie Gastroenteritis, Pankreatitis und Kolitis
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Funktionelle Darmerkrankungen wie Reizmagen und Reizdarmsyndrom
  • Tumorerkrankungen wie Rektumkarzinom, Kolonkarzinom, Gallenwegskarzinom, Magenkarzinom, Pankreaskarzinom, Ösophaguskarzinom
  • Chronische Leberentzündungen

Die Überweisung zum Gastroenterologen

Der Patient wird gebeten, den Überweisungsschein, die Versichertenkarte und die Laborwerte zu der Untersuchung mitzubringen.

Es erfolgt daher eine Vorabuntersuchung beim Hausarzt.

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