Was ist eine Koloskopie?

Bei einer Koloskopie wird der gesamte Dickdarm bis zum Blinddarm, sowie auch Teile des Dünndarms mit einem Koloskop untersucht. In der Umgangssprache ist diese Untersuchung als Darmspiegelung bekannt. Mit Hilfe einer Koloskopie lassen sich eventuell bestehende, krankhafte Veränderungen des Darms frühzeitig erkennen. Das ist sehr wichtig, um eine schnellstmögliche Therapie einleiten zu können.

Gründe für die Durchführung einer Koloskopie

  • Tumorverdacht
  • Beschwerden im Unterbauch
  • chronischer Durchfall oder Verstopfung die unklar ist
  • bei Verdacht auf enzündliche Darmerkrankung
  • Blut im Stuhl
  • Vor- oder Nachsorgeuntersuchung

Vorbereitung auf die Koloskopie

Der Arzt klärt den Patienten über die Vorgehensweise auf, beseitigt eventuelle Ängste und schafft so Vertrauen. Damit eine Koloskopie möglich ist, muss der Darm vollständig entleert werden. Der Gang zur Toilette reicht dafür aber nicht aus. Drei Tage vor der Koloskopie muss der Patient auf schwerverdauliche Lebensmittel verzichten. 24 Stunden davor darf man nur noch Flüssigkeiten zu sich nehmen.

Notwendig ist auch die Einnahme eines starken Abführmittels. Meist handelt es sich dabei um 3 – 5 Liter Flüssigkeit, die einen etwas unangenehmen Geschmack hat. Sie muss einen Tag vor der Untersuchung getrunken werden. Am Tag der Untersuchung ist wichtig, dass der Patient nüchtern ist.

Vor der Koloskopie sollte es zu einem ausfühlen Arztgespräch kommen

Vor der Koloskopie sollte es zu einem ausfühlen Arztgespräch kommen

Ablauf der Darmspiegelung

Auf Wunsch, kann der Patient Beruhigungs- und Schmerzmittel über eine Venenkanüle bekommen. Er gerät so in einen leichten Dämmerschlaf. Über die Venenkanüle können gegebenenfalls auch Notfallmedikamente gegeben werden. Während der Patient ruhig, mit angewinkelten Beinen auf der Seite liegt, führt der Arzt das Videokoloskop in die Afteröffnung ein und untersucht den Darm auf Veränderungen und Krankheiten. Alles ist auf einem Bildschirm sichtbar. Beim Koloskop handelt es sich um einen biegsamen Schlauch, der etwa fingerdick ist.

Am Ende des Koloskops ist eine kleine Leuchte. Durch den Kanal des Koloskops kann eine spezielle Zange geführt werden, um beispielsweise eine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen. Ausserdem können eventuell vorhandene Krebsvorstufen mithilfe von elektrischen Schlingen entfernt werden.

Die Dauer einer Darmspiegelung beträgt 20 Minuten bis zu einer halben Stunde. Nach einer Darmspiegelung darf der Patient wieder normal essen.

Komplikationen bei einer Koloskopie

In der heutigen Zeit gilt die Koloskopie als Routineuntersuchung und ist besonders sicher sowie risikoarm. Allerdings können trotzdem Komplikationen auftreten, die gesundheitliche Folgen für den Patienten haben. Dabei ist die Verletzung der Darmwand nur eine mögliche Komplikation von vielen. Sie kann durch das Einblasen von Luft entstehen. Es ist möglich, das Darminhalt und Bakterien in die Bauchhöhle eindringen. Im späteren Verlauf kann die Komplikation eine Operation erforderlich machen. Als weitere Komplikationen sind Blutungen und Nachblutungen an der Darmwand nennenswert. Sie können durch das Abtragen von Polypen entstehen. Jedoch können die Blutungen in der Regel noch während der Koloskopie gestillt werden. Bei älteren Patienten ist das Risiko einer Komplikation deutlich höher.

Die Untersuchung:

Bei der Koloskopie handelt es sich ursprünglich um eine Darmspiegelung. Hierbei werden der Dickdarm und die letzten Zentimeter des Dünndarms untersucht. Meistens gilt die Untersuchung als Vorsorge-Maßnahme ab dem 55. Lebensjahr. Die Koloskopie wird auch durchgeführt, wenn der Patient über Blut im Stuhl klagt. Sie wird ebenfalls bei der Tumorsuche eingesetzt. Weitere Einsatzmöglichkeiten einer Darmspiegelung nachfolgend im Überblick.

  • Bei Verdacht auf chronisch entzündliche Darmerkrankung
  • Verdacht auf sonstige entzündliche Darmerkrankungen
  • Bei unklaren Stuhlgangsveränderungen wie Verstopfung oder Durchfall
  • Unbekannte Mittel- und Unterbauchbeschwerden
  • Kontrolluntersuchung nach einer Darmkrebs-Therapie

Alternativen zur Darmspiegelung:

Viele Patienten empfinden die Koloskopie als sehr unangenehm, deshalb werden zunächst Alternativen empfohlen. Es kommt zu einer ausführlichen Anamnese. Hierbei handelt es sich um familiäre Vorbelastungen, Appetitverhalten, Gewichtsverlust und um Schmerzen. Auch Übelkeit, Erbrechen und Stuhlgang werden bei dem Gespräch erfragt. Als Nächstes wird der Bauch abgehört, um eventuell Darmgeräusche zu erkennen. Der Vorgang kann Rückschlüsse auf die Darmfunktion geben. Des Weiteren sind Möglichkeiten wie Abklopfen, Abtasten und die Inspektion gute Alternativen zur Darmspiegelung. Ebenfalls kann eine rektale Untersuchung zu einer alternativen Ermittlung beitragen. Anschließend kann eine Untersuchung des Stuhls durch einen Schnelltest erfolgen. Häufig werden auch Röntgenaufnahmen gemacht.

Der Ablauf einer Darmspiegelung:

Vor der Koloskopie liegt der Patient auf dem Rücken. Sobald die Narkose wirkt, wird der Betroffene mit angewinkelten Beinen in eine stabile linksseitige Lage gebracht. Anschließend wird das Instrument bis zum Dünndarm vorgeschoben. Danach erfolgt die sorgfältige Untersuchung nach krankhaften Veränderungen. In der Regel dauert der Vorgang 25 Minuten. Nach der Darmspiegelung kann es noch kurzzeitig zu Darmblähungen kommen. Befunde sind unter anderem Aussackungen, Polypen, Entzündungen, Geschwüre, Tumore, Engstellen und Schleimhautblutungen sowie Fremdkörper und Parasiten.

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